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Sonntag, 11. Juli 2010

Die Endurowelle rollt an - CCM

Ja, CCM gibt es noch! Vor einigen Jahren geisterten Insolvenznachrichten über CCM in Zeitungen und im Netz, aber die Stehaufmännchen auf dem britischen Eiland produzieren fleißig weiter. Allerdings sind viele auf der Website vorgestellten Maschinen ausverkauft. Somit gibt es eigentlich nur zwei Dualsport Motorräder, die SR-40, ein 400ccm großer Scrambler im Retrolook, und die C-XR230-E, eine leichte luftgekühlte 4-Takt Enduro. Diese sind auch in Deutschland nicht erhältlich, man muß sich also die Mühe machen sie selbst in England zu erwerben. Auch die Zulassung in Deutschland scheint nicht unproblematisch, sind die Maschinen doch teilweise nur mit 7 kw homologiert. Das liegt in erster Linie wohl daran, das die Motoren der 400ccm Modelle aus der Suzuki DRZ 400 E stammen und mit dem Flachschiebervergaser der Sportversion ausgestattet sind. Denn so ausgestattet, hatte die Suzuki auch nur einen begrenzten Leistungseintrag.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Die Endurowelle rollt an - BMW


Mit freundlicher Genehmigung (c) BMW-Motorrad

Mit dem Ausscheiden der G-Modelle 2009 aus dem Programm, bietet BMW praktisch nur noch große Reise Enduros über 800ccm an ..... aber da ist ja noch die G 450 X. Eigentlich eine Wettbewerbs-Enduro, gehört sie jedoch zu den wenigen Maschinen dieser Sparte, die einen sinnvollen Leistungseintrag und von vornherein StVZO gerechte Ausstattung haben. Somit ist sie eine interessante Wahl für all diejenigen, die anspruchsvolle Touren fahren wollen, aber auf dem Weg dahin nicht unbedingt die Konfrontation mit der Polizei suchen wollen. Wie bei Sportmaschinen üblich, wird auch bei der G 450 X die Inspektion nicht nach Kilometern sondern nach Betriebsstunden durchgeführt. Allerdings ergeben 70 Betriebstsunden bei einem Landstraßenschnitt von 50 km/h immerhin 3500km...so gesehen läßt sich damit die ein oder andere Wandertour mit gutem Gewissen planen.


Mit freundlicher Genehmigung (c) Touratech GmbH

Eigentlich sind die Upgrades von Touratech für den Sportfahrer gedacht, der Rallys mit der G 450 X bestreiten möchte. Insofern ist es verständlich warum zum Beispiel die Tanks keine TÜV-Prüfungen haben. Im Ausland ist dies aber nicht so von Bedeutung, und wer z.B. in Rumänien ausgedehnte Touren fahren möchte wird die erweiterte Reichweite nicht missen wollen. Auch die Verkleidung, die sowohl den Fahrer vor dem Fahrtwind als auch das Navigationsequipment vor dem Wetter schützt, macht außerhalb von Sportveranstaltungen Sinn. Zumal modernste Lichtechnik (Xenon-Fernscheinwerfer/DE-Ablendlicht) das Fahren im Dunkeln erheblich angenehmer macht.

Montag, 5. Juli 2010

Neues aus dem Blätterwald - Juli 2010


Mit freundlicher Genehmigung (c) Enduro Press

Wer sich für die KLX 125 interessiert, aber sich nicht schlüssig ist, ob sie auch hält was sie verspricht, sollte sich die Juli-Ausgabe der Enduro besorgen. Dort ist ein Vergleichstest zwischen besagter KLX und der Suzuki DR 125 SM zu finden, der einem die Kaufentscheidung leichter machen sollte. Auch die Augustausgabe wird sehr interessant, es stellen sich Beta ALP 4.0, Yamaha WR 250 R und Husqvarna TE 310 zu einem Konzeptvergleich.


Samstag, 12. Juni 2010

Die Endurowelle rollt an - 2010

2008 gab es schon mal eine Beitragsreihe zu diesem Thema, allerdings war damals der Markt noch überschaubar. Mittlerweile gibt es eine Flut von neuen Modellen, die zum Endurowandern wie geschaffen sind. Um Euch einen Überblick zu verschaffen, werde ich diese Beitragsreihe also 2010 wieder fortführen. Dabei werde ich wieder primär auf kleine und mittlere Hubräume eingehen, da die großen Reiseenduros nur bedingt meiner Philosophie vom Endurowandern entsprechen und außerdem bei den einschlägigen Printmedien genügend gewürdigt werden.
Also, stay tuned....

Freitag, 28. Mai 2010

Kawasaki KLX 125

Danke an Gerd Schneider, daß er mir die Kawasaki fürs Photografieren aus dem Laden geholt hat

Heute war ich mal spontan beim Kawasaki Händler meines Vertrauens in der Hoffnung die neue KLX 125 in Augenschein nehmen zu können. Und da stand sie auch, eine zierliche aber trotzdem erwachsene Dual Purpose Maschine. Und irgendwie kam sie mir bekannt vor...da gibt es doch in Amerika so eine KLX 140 L...schnell mal das Internet bemüht und Photos verglichen. Siehe da, ich hatte mich nicht getäuscht. Auch wenn sie in einigen Details offensichtlich unterschiedlich waren, so scheinen doch beide Maschinen grundsätzlich im Rahmenlayout übereinzustimmen.


Macht ja auch Sinn, denn Kawasaki hat schon seit längerem keine 125er Enduro mehr im Programm die sie hätte weiterentwickeln können. Zumal die KMX 125 erstens ein Zweitakter war und zweitens mit der KMX 200 verwandt, und mit der KLX 140 L hat man einen erprobten 4-Takter, den man gut runterbuchsen kann. Ich denke das man dadurch, u.U. mit Teilen der 140er, die 125er individualisieren kann. Aber das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt erörtern.

Die KLX 125 wäre für mich eher ein Spielzeug...oder man verklagt mich wegen Motorradquälerei! ;-)

Nun zurück zur KLX 125. Wie ich ja schon oben erwähnte, ist die KLX sehr kompakt und zierlich geraten. Das mag lange Kerls wie mich verschrecken, aber dies ist die Stunde, auf die die meisten kleineren Frauen und Männer gewartet haben. Endlich mal eine echte Enduro bei der man mit den Beinen auf den Boden kommt! Und das Gewicht von 113kg Fahrfertig wirkt nochmal zusätzlich vertrauenerweckend. Und mit 10 PS ergeben sich noch ein angenehmes Leistungsgewicht. Und mit einem Preis von 3100,-€ eine echte (qualitative) Kampfansage an 125er Pitbikes dubioser fernöstlicher Herkunft.

Die KLX ist mit einem H4-Scheinwerfer ausgerüstet

Das Heck ziert eine Werkzeugtasche

Interessant dürfte auch die Frage nach dem Spirtverbrauch sein, denn mit einer Einspritzanlage ist die KLX bestens gerüstet. Genaueres wird man hoffentlich demnächst in der Fachpresse nachlesen können.

Jedenfalls wird die 125er Klasse mit diesem Motorrad bereichert, denn obwohl es dort schon Dualsport-Modelle von Yamaha, Kreidler, Honda, Beta und Derbi gibt, spielt sie durch ihr 19/16 Zoll Fahrwerk in einer eigenen Liga. Einzig die AJP PR3 125 Enduro wäre (mit Exotenstatus!) eine direkte Konkurentin.

PS: Bei der Recherche zu noch vorhanden 125er Enduros, wurde mir schlagartig bewußt, das es sehr viele neue Modelle am Markt gibt...es wird wohl demnächst eine Neuauflage "Die Endurowelle rollt" geben!

Sonntag, 19. Juli 2009

Neues aus dem Blätterwald, Juli 2009

Auch im Juli gibt es wieder einige Artikel, die für Dualsport-Fahrer interessant sind. Zunächst einmal in der August Ausgabe der MO. In einem Reiseartikel/Test werden die Beta Alp 4.0 und die Beta Urban 200 in der schönen Toscana vorgestellt.
Ein weiteres Schmankerl enthält das Artikelarchiv der MO-Website. Hier findet man einen kleinen Film über die Beta Alp 200. Wer also schon immer wissen wollte, was in dem Teil drinsteckt, sollte sich den Film dringend anschauen.



Die Motorradfahrer wartet mit einem interesanten Test auf. Sie hat die Yamaha WR 125 R auf Herz und Nieren geprüft. Grundsätzlich stimme ich dem Fazit zu, lediglich mit der Kritik an der Sitzhöhe gehe ich nicht konform, denn gerade im 125er Bereich, gibt es einige Modelle mit deutlich geringer Sitzhöhe, und somit tut der Modellvielfalt so ein ausgewachsenes Modell wie die Yamaha richtig gut.


Nachtrag:
In den nächsten Tagen erscheint die Augustausgabe der "Enduro", diese enthält einen vielversprechenden Vergleichstest der Yamaha WR 125 R und der Sachs ZX 125. Ich bin mal gespannt wie das Fazit ausfällt, denn von dem was ich bisher über die Yamaha gelesen habe, scheint mir sie nicht nur ein heißer Tip für Einsteiger zu sein.



Also Leute, auf zum Kiosk und viel Spaß beim Lesen!

Montag, 3. März 2008

Motorräder Dortmund - Nachlese

Am letzten Tag der "Motorräder 2008" in Dortmund haben Hans-Eberhard und ich nach langer Abstinenz entschieden, diesen Event wieder zu besuchen. Durch die Intermot, die wieder in Köln weilt, hat die Messe für mich ein wenig an Bedeutung verloren, da viele der kleineren Offroad-Hersteller dort nicht vertreten sind. So sucht man z.B. vergebens nach Derbi oder AJP, auch Beta oder Scorpa glänzten durch Abwesenheit. Trotzdem waren im Offroad Sektor einige Neuigkeiten zum ersten mal live zu bewundern.



Zunächst einmal wäre bei BMW die G 450 X zu nennen, wobei es sich aber bei der ausgestellten Maschine um ein Vorserienmodell handelte. Dem entsprechend konnten man mir auf einige Fragen nur wage Informationen geben. Was die Wartung angeht, vermutet man, das die Intervalle bei 1000 und dann alle 10.000km liegen. Entgegen früher Informationen, ist nun sicher, das die homologierte Version mit 40PS kommt, offen stehen dann 50 PS zur Verfügung. Damit ist die BMW aber immer noch erste Wahl, wenn es um eine alltagstaugliche Sport-Enduro geht.





Wenn es eine Nummer kleiner sein darf, ist die Yamaha WR 250 R eine gute Alternative. Wobei die Yamaha sogar auf Kurzstrecken einen Beifahrer mitnehmen kann. Mit 5.800 € ist sie zwar teuerer als andere Dualsportmotorräder im Bereich 125-250ccm, bietet aber auch, mit der Einspritzung und über 30PS, deutlich mehr. Auch bei der Wartung überrascht Yamaha. Trotz Drehzahlen bis zu 10.000 U/min, ist ein Werkstattbesuch bei 1.000 und dann erst alle 10.000km vorgesehen. Gerade hier sieht man den Fortschritt im Motorradsektor, denn solche Drehzahlen, kombiniert mit Zuverlässigkeit, waren vor 10Jahren bei Einzylindern praktisch undenkbar.





Zuverlässigkeit ist beim 125ccm Viertakter in der XT 125 von Yamaha nie ein Thema gewesen, dieser langlebige Motor tat schon in der SR 125 seinen Dienst. Für 2008 wurde ein Farbwechsel vorgenommen, die kleine XT gibt es entweder in Schwarz mit goldenen Felgen oder in einem, an den Wettbewerbsmodellen angelehnten, Blau mit schwarzen Felgen.





Touratech zeigte auf der Messe seinen neuen Rally-Umbau auf Basis der G 650 X. Außerdem gab es die Vorserien-F 800 GS zu sehen, mit der Herbert Schwarz schon eine Reise durch Afrika bewältigt hat. Durch die enge Zusammenarbeit mit BMW, ist es möglich schnell Zubehör für die neuen Modelle zu liefern.




Wenn mich heute einer fragt, wo die Zukunft des Motorrades liegt, würde ich sagen beim Elektroantrieb. Es ist schon schier unglaublich, was Quantya da auf die Räder gestellt hat. Im Laufe des Jahres werde ich dieses geniale Elektromotorrad im Quantyapark in Unna probefahren. Später also mehr zu diesem Thema!



Zu guter letzt stand dann noch ein Besuch bei der IGM Fantic Germania an. Und was stand da bei denen auf der Bühne? Meine alte Fantic Caballero Enduro 80 Signorelli Replica! Mein Fantic Guru war, neben den Arbeiten an meiner 125er Competizione, auch mit der Restauration der 80er recht weit gekommen.



Donnerstag, 21. Februar 2008

Die Enduro Welle rollt an! Teil 3, neue Modelle von AJP


Die PR3 PRO ist mit einer 45mm Marzochi USD Gabel und einem Sachs Federbein ausgerüstet. Mit freundlicher Genehmigung (c) Till Heidenreich.

Die neuen Modell von AJP waren als Prototypen schon 2006 auf der Intermot zu bewundern, nun kommen die PR 3/PR3 PRO Modelle auf den Markt. Mit dem 150 und 200ccm Zweiventil-Viertakter aus dem Hause ZONGSHEN hat man eine gute Wahl getroffen, basiert dieser doch auf dem altbekannten Motor aus der Honda XL 185/200. Neben einer hohen Zuverlässigkeit und unkomplizierten Wartung, glänzt dieses Aggregat mit erstaunlich niedrigen Ersatzteilkosten, was besonders die Eltern unseres Cross Nachwuchs interessieren dürfte, denn gerade die 150er bietet sich an, in der 85 ccm Zweitakt/150 ccm Viertaktklasse eingesetzt zu werden. Die PRO-Variante ist dann noch zusätzlich mit hochwertigen Fahrwerkskomponenten ausgestattet, so das dem ambitionierten Fahrer ein perfektes Fahrwerk zur Verfügung steht.


Bei ersten Testfahrten mit der PR3 zeigten sich die jugendlichen Tester sehr begeistert. Mit freundlicher Genehmigung (c) Till Heidenreich

Nun mag sich so mancher Leser fragen, wieso ich an dieser Stelle über neue Crossmodelle berichte, wo das doch ein Dualsport Blog ist. Wie vom Importeur zu erfahren war, trägt man sich mit dem Gedanken, die PR3 mit dem 125er Motor aus der PR4 auszurüsten, und diese dann mit Zulassung als Enduro auf den Markt zu bringen. Diese Variante dürfte speziell für kleinere Fahrer interessant sein, denen bisher die enorme Sitzhöhe von Geländemotorrädern den Einstieg in dieses Hobby verwehrt hat. Auch sollte man davon ausgehen, das die PR3 mit StVZO konformer Ausrüstung, nicht wesentlich die 89kg des Crossers überschreiten dürfte.


Stefan Blank auf seiner PR4 200. Mit freundlicher Genehmigung (c) Till Heidenreich

Wie im voran gegangenen Post schon erwähnt, existiert dieser Motor in den Grundzügen seit den 70ern, trotzdem zeigt das Aggregat immer wieder, das es nicht zum alten Eisen gehört. Gut zu sehen ist das an den erfolgreichen Einsätzen als Supermoto im Rookies Cup, beim Offroad Scramble oder beim 24h Endurance Day .




Die PR4 125 beim Rookies Cup. Mit freundlicher Genehmigung (c) Till Heidenreich

Samstag, 16. Februar 2008

Honda XL 185 IG

Hondas kleine Zweiventiler standen immer etwas im Schatten Ihrer großen Brüder mit dem Radialkopf, trotzdem haben diese genügsamen Maschinen in den Herzen einiger Motorradfahrer einen festen Platz bekommen. Gerade zum Endurowandern sind diese Motorräder gerade zu prädestiniert, da sie ein geringes Gewicht, einen leisen und spritsparenden Motor haben und sich mit der gemäßigten Sitzhöhe auch für kleinere Fahrer empfehlen.
Die Freunde der Honda XL 185 kümmern sich um den Erhalt dieser kleinen Dualsport Bikes. Dazu gehört auch ein Magazin, das einmal jährlich erscheint, ein Archiv, das Bedienungs- und Reparaturanleitungen, sowie Teilekataloge und Testberichte enthält, außerdem wertvolle Schraubertips die das Überleben des kleinen Viertakters sicherstellen.

Fazit: Eine sehr informtative Seite, die ohne viel Firlefanz es auf den Punkt bringt.

Sonntag, 10. Februar 2008

Die Enduro Welle rollt an! Teil 2

Beta hat für dieses Jahr eine Menge an Dualsport Motorrädern im Programm. Die Alp Modelle sind schon seit längerem Im Programm, haben jedoch eine starke Überarbeitung erfahren. Fangen wir erst mal mit dem größten Modell an, der Alp 4.0. Eigentlich eine 350er, weil sie vom altbekannten Suzuki DR 350 Motor befeuert wird, hat sie schon 2007 eine gründliches Facelift erhalten. Mit Sicherheit ist diese Maschine eine Gute Wahl zum Endurowandern, da sie eine gelungene Kombination aus Enduro und Trialmaschine ist.


Mit freundlicher Genehmigung (c) Beta-Deutschland

Noch stärker ist aber dieses Konzept bei der Alp 125/200 umgesetzt. Dieses Modell ist eigentlich ein Klassiker, ist es doch noch länger auf dem Markt als die Alp 4.0. Urspünglich wurden die kleinen Alp von 2-Ventil Motoren aus dem Hause Suzuki angetrieben und konnten mit Hilfe eines Umrüstkits zu einer reinrassigen Trialmaschine umgebaut werden. Bei der 2008 Version hat man sich im Hause Beta noch mehr Gedanken über die Vielseitigkeit gemacht und nun ist es möglich, lediglich durch Entfernen von Sitzbank und Tankverkleidung, in sekundenschnelle aus einer Wanderenduro eine Trialmaschine zu machen. Während die 200er immer noch mit einem Suzuki Motor ausgerüstet ist, wird seit 2005 bei der 125er, genauso wie bei der 125er Enduro, ein Yamaha Zweiventil-Viertakter eingesetzt.
In Deutschland wird oftmals nach größerem Hubraum geschrien, aber gerade die 200er Alp finde ich sehr sympatisch, da durch Ihr Understatement, beim Endurowandern nicht so schnell die Missgunst z.B. von Wanderern oder Jägern auf sich zieht.


Mit freundlicher Genehmigung (c) Beta-Deutschland


Mit freundlicher Genehmigung (c) Beta-Deutschland

W
em die Alp's vom Rahmen dann doch zu klein sind, der aber auf großen Hubraum verzichten kann, sollte einen Blick auf die RR 125 4T aus gleichem Hause werfen. Ein ausgewachsenes Fahrwerk wird hier mit einem zuverlässigen und sparsamen Yamaha Viertakter verbunden, manchmal ist weniger halt mehr.


Mit freundlicher Genehmigung (c) Beta-Deutschland

Ganz im Gegensatz dazu die neuen Enduro Modelle von Honda, Moto Guzzi, Moto Morini und Benelli. Wer die Transalp, Stelvio, Granpasso oder Trek 1130 Amazonas sieht, kommt ins zweifeln, was diese Modelle noch mit einer Enduro gemein haben sollen. Lediglich ein breiter Lenker und höhere Bodenfreiheit erinnern bei diesen Maschinen noch an ihre Urväter. Wohin das Konzept solcher Reiseenduros hingeht, zeigt das Statement von Triumpf zur neuen Tiger. Man sieht sie nicht mehr als Geländemotorrad, sondern als vielseitige Straßenmaschine. Das mag auch bei den verwinkelten Europäischen Landstraßen Sinn machen, zeigt aber eindeutig wohin die Anforderungen der Käufer an solche Motorräder gehen.


(c) Moto Guzzi


(c) Honda Motors

Mittwoch, 6. Februar 2008

Die Enduro Welle rollt an! Teil 1

Unglaublich was sich seit meinem Post über die neuen Yamaha Modelle im vergangenen Herbst so alles getan hat. Eine wahre Flut von neuen Geländemodellen stürmt die Tribüne!
Fangen wir bei BMW einmal an. Nach den vielversprechenden G-Modellen schiebt nun BMW sowohl im Touren- als auch im Sportbereich neue Kohlen ins Feuer.


Mit freundlicher Genehmigung (c) BMW-Motorrad

Im Tourensektor findet eine Wachablösung statt. Die bisherige F650GS und F650GS Dakar, die vom altbekannten Vierventil-Einzylinder befeuert wurden, werden nun von der F650GS und F800GS ersetzt, die allerdings beide von dem schon aus den Straßenmodellen bekannten Paralelltwin angetrieben werden. Somit ist bei der neuen F650GS die Kubikangabe irrführend, da auch hier ein Zweizylinder mit 798ccm zum Einsatz kommt. Wahrscheinlich bleibt man bei der vertrauten Bezeichnung um den bisherigen F650 Kunden den Wechseln zum günstigsten Modell der neuen Zweizylinder Kollektion zu erleichtern. Auch Austattung und Preis zeigen, das man mit diesem Modell ehemalige Einzylinderkunden im Visier hat, denn Im Gegensatz zur F 800 GS, ist die F650 mit 19 & 17 Zoll großen Aluminium-Gußrädern ausgestattet, weißt eine einfacher Ausstattung auf (41 zu 45mm Gabeldurchmesser, keine wegabhängige Dämpfung), und ist mit 71 PS zu 85 PS deutlich schwächer motorisiert. Im Gegensatz zur 800er kann man durch Wahl einer flacheren Sitzbank die Sitzhöhe stärker verringern. Beiden Modellen ist allerdings ein sehr genügsamer Verbrauch zu eigen, so gibt BMW den Verbrauch bei konstant 90km/h mit 3,7 bzw 3,8 Litern auf 100km an.


Mit freundlicher Genehmigung (c) BMW-Motorrad


Mit freundlicher Genehmigung (c) BMW-Motorrad

Im Sportsektor trumpft nun BMW mit der G 450 X auf. Haben sich schon die HP2 und die G 650 X Challenge im Offroadsport etabliert, so darf man gespannt sein wie sich die 450er im E2 Klassement des Endurosports schlagen wird. Mit vielen Innovationen ausgestattet, z.B. mit einem bei Kymco hergestellten Einzylinder mit Einspritzanlage, einem auf der Schwingachse gelagerten Motorritzel, fällt aber besonders die StVZO konforme Ausstattung auf. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern muß man sich nicht mit halbgaren Drosselungen, unvollständigen Lichtanlagen oder Zulassungsversuchen im Alleingang rumschlagen. Stattdessen bekommt der Verbraucher ein mit voller Leistung zugelassenes Motorrad, das auch schon mit Spiegel, Blinker und geprüften Lampen ausgestattet ist. Somit kann man dieses Motorrad auch getrost zum Endurowandern einsetzen, ohne das man Ärger mit den Behörden erwarten muß. Leider gibt es zur Zeit noch keine Angaben zu Wartungsintervallen und -aufwand.


Mit freundlicher Genehmigung (c) BMW-Motorrad



mit freundlicher Genehmigung (c) by Derbi

Derbi begeistert mit einem innovativen Modell für 2008. In ihrer attraktiven Produktpalette findet sich die Senda Terra Adventure, eine echte 125er Reise Enduro. Ausgestattet mit einem neuen 125er Vierventil Doppelnockenwellen Motor, eine Eigenentwicklung aus dem Hause Derbi/Piaggio, bringt sie echte 15 PS auf die Straße. Das Fahrwerk mit 21/18 Zoll Bereifung auf edlen eloxierten Saxess Felgen und die umfangreiche Ausstattung mit Gepäckträger, Aluboxen, Handprotektoren, hoher Verkleidungsscheibe und Gabelschutzmanschetten, läßt keine Wünsche für 16 jährige mit Reiseambitionen offen.

Das war's für heute, im zweiten Teil werden noch weitere Perlen des Enduromarktes vorgestellt

Dienstag, 25. September 2007

Neue Modelle von Yamaha für 2008 - XT 660 Ténéré und WR 250 R mischen das Endurosegment auf

Auch wenn einige von Euch die Neuigkeit schon gehört haben, hier nochmal die frohe Kunde: Yamaha bringt für 2008 eine neue Ténéré raus. Basierend auf der schon seit zwei Jahren erhältlichen XT 660 R unterscheidet sich die Ténéré doch deutlich von ihrer Schwester. Natürlich fällt als erstes die Verkleidung mit ihren übereinander geordneten Scheinwerfern ins Auge; insgesamt macht die Maschine optisch einen leichteren Eindruck wie Ihre Schwester. Der nächste Punkt wäre ihre Krümmer, im Gegensatz zur XT 660 R laufen diese geschützt hochgelegt seitlich am Motor entlang. Für die Ténéré wird ein passendes Kofferset angeboten, wobei der Träger in der Maschine schon integriert ist, so das man vom Start weg ins Abenteuer fahren kann. Über weitere Details werde ich berichten wenn diese verfügbar sind. Besonders interessant dürfte die Frage nach dem Benzinverbrauch sein, denn dieser ist bei der aktuellen Ausgabe der XT 660 R wohl drastisch minimiert worden und es ist anzunehmen, daß dieser sich auch ähnlich erfreulich bei der Ténéré darstellen wird.


(c) by Yamaha

Mit der WR 250 R wurde ein persöhnlicher Traum wahr. Eine leichte handliche 250er mit sportlichem Erscheinungsbild bei voller Alltagstauglichkeit. Dies lassen zumindest die bisher erschienen Infos vermuten. 270mm Federweg vorne und hinten (300mm vorne bzw. 310 hinten bei der WR 250 F), Stahltank, Bohrung und Hub identisch mit der WR 250 F , allerdings mit einem Vierventil- statt einem Fünfventilzylinderkopf, gespeist von eine Einspritzanlage die dem Motor damit gute 30 PS entlockt, komplette Lichtanlage incl. Kennzeichenhalter und -beleuchtung. Damit hat Yamaha ein ideales Dualsport-Motorrad zum Endurowandern im Programm.
Yamaha betritt mit dieser Enduro Neuland. Zum einen wäre da erwähnt, daß diese Maschine nicht nur in Europa angeboten wird, sondern auch in Amerika, was ungewöhnlich ist, da der amerikanische Markt normalerweise mit einem sehr umfangreichen Programm an Enduros, Dualsport- und Freizeitoffroadmaschinen aufwartet, von denen nur die wenigsten, meist über Grauimport, den Weg nach Deutschland finden. Als ich auf der amerikanischen Homepage von Yamaha die WR 250 R zum ersten mal sah, konnte ich mir zunächst nicht vorstellen, das dieses Motorrad in Deutschland angeboten wird, da man hier traditionell und kaum nachvollziehbar auf größere Hubräume fixiert ist. Offensichtlich zählt aber Yamaha auf die Kunden, die für sich entdeckt haben, das weniger manchmal mehr ist.
Zum anderen, das absolute Highlight die Einspritzung; damit ist Yamaha der erste Hersteller der eine 250er mit dieser Art der Gemischaufbereitung in Serie anbietet. Diese findet man bei den Mitbewerbern weder im Enduro noch im Dualsportbereich in dieser Hubraumklasse. Lediglich Honda/Montesa haben eine Trialmaschine mit dieser Technik im Programm. Mit Spannung erwarte ich auf hier die ersten Testberichte, die Aufschluß über den Benzinverbrauch im Alltag geben. Ich werde mich außerdem um eine Testfahrtgelegenheit bemühen um weitere Eindrücke zu sammeln. Stay tuned...


(c) by Yamaha

Samstag, 16. Juni 2007

XT 250 Forum

Wenn man über alte Dualsport-Motorräder spricht, dann nimmt die XT 250 einen der vordersten Plätze ein. Leicht, handlich und mit einem standfesten Motor ist sie ein Prima Gerät zum Endurowandern. Wer mehr darüber erfahren will ist im XT 250 Forum gut aufgehoben. Schaut mal rein...

Donnerstag, 31. Mai 2007

AJP im Rookies Cup

Recht erfolgreich absolvierte eine AJP PR4 125 Supermoto den Lauf in Schaafheim beim markenoffnene Rookies-Cup. Dabei landete der erst dreizehnjährige Felix Bauer beim Training auf dem siebten Platz und in den beiden Rennen am Sonntag sogar auf dem sechsten und fünften Platz. Somit sollten auch alle Bedenken wegen der Haltbarkeit des in Lizenz nachgebauten Hondamotors beseitigt sein.
Der Rennbazillus ist aber in der Familie Bauer tief verankert, schließlich war sein Vater einmal Deutscher Meister.

Demnächst wird es wahrscheinlich noch mehr interessante News zum Thema AJP und Rennsport geben, also....stay tuned!

Sonntag, 29. April 2007

Vintage Dualsport, Endurowandern mit klassischen Enduros

Lieber Leser,
'was ist eigentlich Dualsport?' (oder auch Dual Purpose)werden sie sich fragen. Zurecht, denn dieser Begriff stammt eigentlich aus dem Amerikanischen Sprachraum und bezeichnet eine Motorradgattung, die bei uns landläufig als Enduro bekannt ist. Nur wieso bediene ich mich Anglizismen, wenn es dafür einen bekannten Begriff gibt?
Was die Sparte der Offroad Motorräder angeht, haben sich mit der Zeit einige sprachliche Verwirrungen ergeben. Da hört man die Begriffe "Vollcrosser", "Hard Enduro" "Reiseenduro", "Sportenduro"und "Geländesportmaschinen", und es werden munter alle Variationen des Themas Enduro in einen Topf geworfen.
An dieser Stelle möchte ich mal ein wenig Licht ins Dunkle bringen.
Fangen wir mal mit den Moto Cross Maschinen an. Hierbei handelt es sich um Wettbewerbsmotorräder ohne Zulassung die für Rennen auf einem Rundkurs konzipiert sind. Der Begriff Vollcrosser ist dabei blanker Unsinn, wahrscheinlich dadurch entstanden, weil irgendjemand aus Unkenntniss Enduros als Crosser bezeichnet hat.
Geländesportmaschinen (oder im Englischen Enduro) sind auch Wettbewerbsmotorräder, allerdings mit Zulassung, da die Verbindungs Etappen zwischen den Sonderprüfungen oftmals durch öffentlichen Straßenverkehr führen.
Nun kommen wir zu dem was der Amerikaner als Dualsport oder Dual Purpose bezeichnet. Dabei handelt es sich um straßen- und alltagstaugliche Geländemotorräder Als Beispiel möchte ich hier Motorräder wie die Yamaha XT Reihe, die DR's von Suzuki oder die XL's von Honda nennen. Diese Motorräder sind nur bedingt geländetauglich da sie oftmals recht schwer sind und von ihrer Ausstattung nicht für den harten Geländeeinsatz konzipiert sind.
Dann wären dann noch die Reise Enduros, die aber nur dem Namen nach Geländemotorräder sind, statt dessen sind sie (mit einigen Ausnahmen) zu Supertourern degeneriert.
In Amerika wurden außerdem noch Cross Country Modelle angeboten. Diese Motorräder sahen äußerlich nach Motocrossmaschinen aus, waren aber für die in Amerika beliebten Wüstenrennen schon für eine Lichtanlage vorgerüstet.

'Und was soll nun Endurowandern sein'?
In Amerika ist das Offroadfahren vielerorts noch erlaubt, das heißt man kann legal mit seiner Enduro Waldwege und speziell dafür angelegte Single Trails befahren. Von ortsansässigen Clubs oder Veranstaltern werden von Zeit zu Zeit Dual Sport Events organisiert. Diese zwar sportlichen, aber nicht wettbewerbsorientierten, Veranstaltungen führen über landschaftlich reizvolle Strecken, die aber je nachdem unterschiedliche Schwierigkeitsstufen haben, d.h. einige Strecken sind für große Zweizylinder geeignet andere eher für leichte Einzylinder. Im Vordergrund steht dabei das Gemeinschaftserlebnis und die Naturverbundenheit. Auch in Amerika gibt es natürlich Menschen die einen Widerspruch im Endurowandern und Naturschutz sehen und bestrebt sind dieses zu unterbinden. Allerdings gibt es von Seiten der Endurofahrer dort eine große Interessensgemeinschaft die sich für die Erhaltung der Singletrails einsetzt. Die Blueribbon Coalition ist nicht nur eine Lobby für die Motorradfahrer sondern engagiert sich auch in Umweltfragen.
Diese Lobby fehlt in Deutschland, zwar hat die IGE erstaunliches bei Umweltfragen im Zusammenhang mit Genehmigungen von abgeschlossenen (Motocross-) Strecken erreicht, nichts destotrotz befinden sich das Endurowandern in Europa auf dem Rückzug, da hier gegenüber anderen Freizeitaktivitäten mit zweierlei Maß gemessen wird. Industrie und Presse läßt das Thema recht kalt, es gibt kein gemeinsames Engagement. Dort wo Endurowanderungen veranstaltet werden, läuft es oftmals auf individuelle Absprachen mit örtlichen Behörden hinaus, die rechtlich nicht gesichert sind.
Ich möchte hier eine Plattform errichten, die sich mit der Umweltverträglichkeit von Endurowandern auseinandersetzt, die sich um den Erhalt von alten Geländemaschinen kümmert, wobei speziell die Underdogs der Szene hier eine Heimat finden sollen. Allerdings möchte ich auch den Blick auf aktuellen Dual Purpose Modelle werfen, den gerade in den kleinen Hubraumklassen gibt es immer wieder interessante Neuerscheinungen, die in der Presse nicht so im Rampenlicht stehen.