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Freitag, 16. Oktober 2009

Der Herbst ist gekommen!

Bisher habe ich gute 1000km mit der BMW zurückgelegt, 90% davon in den ersten 4 Wochen. Dabei wurde die BMW in erster Linie im Alltagsverkehr bewegt. Allerdings hat das immer kältere und regnerische Wetter bei der täglichen Nutzung einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Zwar habe ich meine Ausrüstung um die IXS Regenkombi Billows erweitert (An dieser Stelle noch ein Dank an meine alten Kollegen, die mit einem Gutschein zum letztjährigen Geburtstag, diese Anschaffung unterstützt hatten), aber für die morgendliche Fahrt zur Arbeit, ist mir das anlegen von Motorradkombi und Regenanzug zu aufwändig. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich aber nochmal in einem Erfahrungsbericht auf die Billows eingehen, die sich als eine wirklich lohnenswerte Anschaffung herausgestellt hat.

(c) IXS

Dafür habe ich mich heute für den City Overall von Cycle Spirit entschieden. Diesen gibt es zur Zeit bei Louis im Sonderangebot (je nach Größe von 169,95€ -179,95€). Erfahrungsberichte von Käufern, ließen mich von vornherein die Größe XXXL wählen, da der Anzug etwas kleiner ausfällt. Während der Großteil der Käufer positiv über die Regendichtigkeit berichtete, war bei Motorrad Online von starken Wassereinbrüchen zu lesen...mal schauen wer recht hat.

Desweiteren hat es an der BMW eine Reifenwechsel gegeben. Beim Kauf hatte der Vorbesitzer noch einen kompletten Satz Metzeler Enduro 3 draufgelegt, dieser ersetzt nun die Continental TKC 80, für die es damals noch keine Zulassung gab. Laßt mich nur folgendes sagen, nach dem Tausch wäre die erste Linkskurve fast in einem vollen 360° Kreis geendet, so handlich waren die neuen Reifen im Gegensatz zum alten Satz ;-).

Das wäre mal wieder ein kleines Lebenszeichen, nach längerer Zeit der Ruhe in diesem Blog. Da ich mich wieder aufs Ganzjahresfahren einstellle, wird es diesmal keine halbjährige Pause im Blog geben. Also Stay tuned.....

Samstag, 31. Mai 2008

Die Enduro Oldies und ihr Shop

War es noch Anfang 2000 schwer möglich Teile, Zubehör oder Bekleidung für den Veteranen-Geländesport zu bekommen, so ist jetzt echt Schwung in die Szene gekommen. Ein besonders umfangreiches und interessantes Angebot haben die Enduro-Oldies in ihrem Shop zusammen getragen.
Neben KTM spezifischen Ersatzteilen findet man auch Teile die man generell für klassische Offroad Maschinen gebrauchen kann. So hat Thomas Brems- und Kupplungshebel, Gasgriffe, Griffgummis, und Lenker, Staubmanschetten, Startnummerntafeln und viele andere Dinge im Programm, die man bei anderen Anbietern vergeblich sucht, da sie dort mittlerweile aus dem Programm geflogen sind.


Den hohen Starbar-Lenker habe ich in schwarz für meine Honda geordert


Hier kann man sehr gut sehen, das der Lenker im Gegensatz zu anderen hohen Lenkern, wenig gekröpft ist und somit gute Bewegungsfreiheit bietet.

Bei den Reifen greift er bei den größeren Dimensionen auf bewährte FIM konforme Produkte von Metzeler zurück, und für die kleineren Fünfziger und Achtziger oder Maschinen mit klassischen zölligen Dimensionen hat er Vee Rubber im Programm.


Der VeeRubber mit klassischem Blockprofil

Für alle diejenigen unter Euch, die schon immer mit dem klassischen Bekleidungsangebot von Metro geliebäugelt haben, aber bisher gescheut haben in Amerika zu bestellen, finden nun ein Teil des Programms bei Thomas im Shop. So findet man dort neben verschiedenen Jerseys mit Markenaufdrucken auch eine klassische schwarze Crosshose in den gängigen Größen von 32''-38'' . Wenn man ein wenig Wartezeit mitbringt kann Thomas auch spezielle Wünsche, was Dekore oder Größen angeht, erfüllen, in dem er sie bei seiner nächsten regulären Bestellung in Amerika mit aufnimmt.


Die Thomas bietet die Metro-Hose "Rocket" in schwarz an, auf besonderen Wunsch kann er aber auch die Hose im Markenoufit ordern.


Neben dem Kawasaki Design, ist das Hemd z.Zt. auch mit Honda, KTM oder Maico Graphics lieferbar.

Da es Thomas sehr wichtig ist, das, was man im Shop sieht, auch bestellen zu können, hat er kleine Ampelsymbole zu den Produktbeschreibungen beigefügt, an denen man erkennen kann, ob das Produkt am Lager ist, die Vorräte zur Neige gehen oder z.Zt. nicht lieferbar ist.
Das bewahrt einen vor bösen Überraschungen, wenn man sein Paket erhält und man dann feststellen muß das die Hälfte nicht lieferbar war, so wie es mir einmal bei einem Guzzi Spezialisten passiert ist. Von 4 Dehnschrauben für den Pleuelfuß, war nur eine lieferbar....Guzzi produzierte diese Version nicht mehr. Somit habe ich bis heute eine nutzlose Dehnschraube in meinem Lager liegen :-(.

Da die Enduro-Oldies ihren Shop immer mehr erweitern, lohnt es sich regelmäßig vorbei zuschauen um Neues zu entdecken. Viel Spaß beim Stöbern

Mittwoch, 13. Juni 2007

Continental TKC 80

Wer eine 50er, 80er und teilweise auch eine 125er fährt kennt das Problem: "Wo kriege ich einen geländdetauglichen Offroadreifen in schmalen zölligen Größen her?".
Neben dem bekannten Enduro 1 von Metzeler hat auch Continental eine große Auswahl an schmalen zölligen Reifen im Programm. Somit ist sichergestellt das ambitionierte MTX, TS oder DT Fahrer auch sportlich unterwegs sein können. Die große Stärke des TKC liegt dabei in einer guten Geländetauglichkeit bei gutmütigem Straßenverhalten, sogar bei Nässe! Nicht umsonst ist dieser Reifen speziell bei Fernreisenden sehr beliebt.
Wer also Vorderreifen in den Größen 2.50-21, 2.75-21 oder 3.00-21 und Hinterreifen in 3.00-18, 3.25-18 oder 3.50-18 braucht, sollte den TKC in die engere Wahl nehmen.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Neuaufbau der Raider

Wie vielleicht einige bemerkt haben, ist meine Raider nicht mehr original. Zwar habe ich versucht, alle Veränderungen möglichst reversibel zu gestalten, aber aufgrund der Teile Situation denke ich nicht, das ich die Gelegenheit dazu bekommen werde, sie zurückzurüsten. Zudem sollte sie auch offroadtauglicher werden, da sie mir auch als Trainingsmaschine dienen sollte.
Zunächst mal ein Bild von einer originalen Raider (Quelle: Fantic Club Frankreich) :




Es zeichnete sich damals schon ab, das japanische Maschinen in Zukunft den Ton im Design angeben würden, der vulkanförmige Tank war ein typisches Zeichen dafür, allerdings war im Gegensatz zu später noch nicht die Sitzbank bis auf den Tank hochgezogen, wie z.B. bei der Yamaha DT 125 LC.

Als ich die erste Raider 2004 bekam, war sie in einem erbärmlichen Zustand, denn sie hatte drei Jahre bei einem Händler im Hinterhof gestanden und auf ihre Verschrottung gewartet. Leider war die Maschine ohne Brief, aber das Glück war mir hold, Anfang 2005 ersteigerte ich bei Ebay einen Teileträger, der Rahmen mit Brief besaß.










Nun ging es daran beide Motorräder zu reinigen, auseinanderzubauen, Teile zu sichten und auf ihre Wiederverwendbarkeit zu prüfen. Zunächst einmal viel auf, das die Raider ein absoluter Bastard ist. Ich habe selten so eine kreuzbunte Mischung aus Geländesportmotorrad und "Brötchenholgondel" gesehen. Beispiele gefällig? Also, fangen wir mal bei der Elektrik an, diese bedient sich erstmal einer 12V Stromversorgung, viele Geländesportmotorräder, aber auch Großserien Enduros der der damaligen Zeit, griffen noch auf ein 6V Bordnetz zurück. Auch was die Ausstattung des Cockpits mit Kontrollleuchten angeht, war Komfort angesagt. Insgesamt 6 Stück gab es davon, mit folgenden Funktionen: Licht an/Fernlicht an/Blinker links und rechts kombiniert/Leerlauf/Ölstand(Getrenntschmierung) und man höre und staune Benzinreservewarnleuchte! Dafür fiel der Reservehahn weg. Was dann allerdings erstaunlich ist, daß dieses Mäusekino nur mit Wechselstrom lief, d.h. keine Batterie! Und auch das Zündschloß sucht man vergeblich, lediglich ein Killschalter an der rechten Lenkerarmatur stoppt den Motor! Überhaupt der Motor, wenn man den Kickstarter ausklappt, erlebt man eine Überraschung, denn der wird nach vorne getreten! Des Rätsels Lösung, Fantic hat für dieses Dualsport Modell einfach einen Trailmotor verwendet.
Auch die Fußrasten geben Rätsel auf. Im allgemeinen ist es üblich das Fußrasten im 45° Winkel nach oben wegklappen, so auch bei den Caballero Modellen. Die Raider allerdings bedient sich einfacher Mopedartiger Fußrasten die senkrecht nach oben klappen, so das man die Gummifußrasten auch nicht einfach gegen gezahnte Versionen austauschen kann.
Da ich keinerlei Technische Daten zur Hand hatte, wurde der Aufbau ein echtes Puzzlespiel, alles mußte haarklein dokumentiert werden, besonders der Kabelbaum stellte eine Herausforderung dar. Schließlich und endlich brachten wir Licht ins Dunkle, so das es an den Zusammenbau gehen konnte. Zunächst einmal hatte ich auf Empfehlung von Herrn Schwarz, die Getrenntschmierung ausgebaut. Dadurch konnte ich mir zwei Kontrollleuchten ersparen und den defekten Tacho durch einen digitalen von Sigma mit einem beleuchteten Gehäuse von SW Motech ersetzen. Auch der original Lenker mußte einem modernen Magura SX wechseln. Weitere gravierende Änderung, die brüchigen original Kunststoffteile, wurden durch eine Elba 1 Lampenmaske und zwei Ufo Kotflügel ersetzt. Dabei wurde darauf geachtet, das es möglich blieb, später eine Rückrüstung durchzuführen. Im Jahr darauf kamen, mangels Seitenteile, ovale Startnummernschilder an den original Distanzhaltern zum Einsatz. Der Motor bekam lediglich neben einer Vergaserreinigung noch einen neuen Kolbenring verpaßt. Bei der Bereifung entschied ich mich für die Kombination Enduromaster vorne/Stonemaster hinten von Mefo, dies sind die einzigen noch erhältlichen Reifen in meiner Dimension, deren Schwerpunkt auf Offroad liegt, alternativ wären natürlich noch die Continental TKC 80 gewesen, die aber nicht ganz so kompromislos sind. Somit sind alle maßgeblichen Arbeiten an der Maschine zusammen gefaßt.